Warum Coworking? Alle Vorteile von Coworking zusammengefasst

Coworking ist ein weltweiter Trend und auch in Deutschland gibt es immer mehr Shared Offices und Gemeinschaftsbüros. Aber warum? Was sind die Vorteile von Coworking? Wir haben für euch die Vorteile gegenüber traditionellen Büros zusammengetragen und erklären, warum Coworking aktuell immer mehr die Arbeitswelt revolutioniert.

Coworking heißt „alles inklusive“

Wenn man sich entschlossen hat, ein Büro zu mieten, müssen viele Schritte beachtet werden. Zunächst ist da die Suche nach den passenden Räumlichkeiten, der Kontakt mit Maklern und Vermietern und der Vertragsabschluss. Dann braucht ihr Stühle und Tische. Zudem muss Internet und WLAN eingerichtet werden. Zusätzlich werdet ihr wahrscheinlich eine Kaffeemaschine kaufen – denn wer arbeitet schon morgens ohne einen Kaffee – und euch um die Reinigung der Büros kümmern. Ein Büro zu mieten bedeutet vor allem zu Beginn sehr viel Aufwand und hohe Kosten.

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Die Nutzung der Küche inkl. der Kaffeemaschinen ist nahezu immer im Preis enthalten

Beim Coworking fällt all dies weg, weil das Coworking Space alles bereitstellt. Man kann sich innerhalb kürzester Zeit anmelden, sucht sich einen freien Arbeitsplatz aus und kann direkt loslegen. Es gibt kein Coworking Space ohne Internet-Verbindung. Dazu kommen Drucker und Scanner. Häufig ist auch eine Kaffee-Flatrate inbegriffen. Zudem gibt es eine Ausstattung wie Meeting- und Konferenzräume, die man sich in einem eigenen Büro vielleicht nicht leisten könnte oder würde.

Viele Shared Offices bieten zudem weitere Leistungen wie verschließbare Schränke oder Trolleys, einen Postservice oder das Anmelden einer Firmenadresse an. Einige Anbieter bieten zudem Funding, Hilfe beim Marketing, Hosting oder Design an und sprechen damit vor allem Gründer und Startups an.

All das bietet vor allem zwei Vorteile: 1. Ihr könnt innerhalb von wenigen Stunden ein Coworking Space finden und damit schnell starten. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. 2. Man kann sich voll auf sein Kerngeschäft fokussieren, statt über Mietverträge oder Reinigungsfirmen nachzudenken.

Coworking ist flexibel

Mietverträge über Gewerberaum sind häufig über mehrere Jahre angelegt oder haben sehr lange Kündigungsfristen. Es ist nicht untypisch, dass man sich auf fünf Jahre bindet. Auch Kündigungsfristen von bis zu 18 Monaten sind häufig vorzufinden.

Dies ist insbesondere für Freelancer, Gründer und Startups ein großes Risiko. Nicht nur für den negativen Fall, dass beispielsweise ein wichtiger Kunde verloren geht oder ein junges Unternehmen sich nicht so entwickelt wie erhofft. Auch im positiven Fall von einer sehr guten Entwicklung mit starkem Wachstum ist man limitiert und kann nicht einfach die Flächen vergrößern oder ein neues Büro suchen.

Beim Coworking ist man in vielen Dimensionen flexibler. So hat man im besten Fall eine Kündgiungsfrist von einem Monat. Auch Tages-, Wochen- oder Monatstickets sind weit verbreitet und bieten sogar noch mehr Flexibilität. Auch als Nutzer eines privaten Büros bei hybriden Coworking-Anbietern sind die Kündigungsfristen signifikant kürzer als im eigenen Büro. Häufig schwanken sie zwischen einem und drei Monaten. Dementsprechend schnell kann man reagieren, wenn sich das Geschäft positiv oder negativ entwickeln sollte. Bei einigen Anbietern werden längerfristige Verträge mit Rabatten verknüpft.

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„Walk-ins welcome“ – Einfach reinkommen, Tagesticket kaufen und loslegen wie hier bei WeWork.

Bei Erfolg und dem einhergehenden Wachstum kann man im gleichen Coworking Space eine größere Fläche mieten. So fallen Umzugsstress und -kosten weg. Zudem bewegt man sich weiter im gleichen Umfeld. Alle Coworker haben die gleiche Anfahrt und auch die Community vor Ort bleibt die selbe.

Ähnliches gilt für große, aber zeitlich begrenzte Projekte. Das interdisziplinäre Arbeiten und temporäre Projekte haben in den letzten Jahre immer mehr zugenommen. Wenn im Büro kein Platz für große Projektteams ist, kann ein Coworking Space die Lösung sein. Egal ob für einen Tag, ein paar Wochen oder Monate. Entweder sucht man sich entsprechend große private Büros innerhalb eines Coworking Spaces. Oder aber man zieht auf die dedizierten Projekt- oder Event-Flächen, die oft angeboten werden.

Besonders attraktiv ist das Angebot von großen, nationalen Coworking Anbietern. So kann man häufig mit der Mitgliedschaft in allen Spaces der Kette arbeiten. Dies ist insbesondere interessant für Freelancer wie Berater, die viel reisen.

Inspiration und Innovation durch die Community

Wer heute vor allem im Home Office arbeitet, der erlebt es vielleicht: nach einer gewissen Zeit fehlt einem der soziale Kontakt. Email und Messenger wie Skype oder Slack erlauben zwar Austausch mit den Kollegen. Ein persönliches Gespräch in der Küche oder eine kurze Pause mit Kollegen kann man so aber nicht ersetzen.

Menschen die in einem Coworking Space arbeitet, finden schnell Anschluss. Häufig gibt es sogar dedizierte Community Manager in den Coworking Spaces, die Events organisieren, Ansprechpartner bei Problemen sind und aktiv dafür sorgen, dass eine florierende Gemeinschaft entsteht. So kann man sich mit Coworker sowohl inhaltlich austauschen als auch einfach unterhalten. Egal ob es sich um eine Kaffeepause oder das Mittagessen handelt – im Gemeinschaftsbüro ist man nicht allein.

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Tauscht euch mit Coworkern aus oder verbringt einfach die Mittagspause gemeinsam

Communities entstehen nicht exklusiv in Coworking Spaces. Natürlich entstehen in traditionellen Büros auch Gemeinschaften, die Austausch fördern und im besten Fall inspirieren. Das Wissen im Unternehmen ist aber natürlich stark begrenzt. Der Wissenspool in Coworking Spaces ist viel diverser und verändert sich regelmäßig durch die sich ständig wandelnde Community aus Coworkern und Unternehmen. Insbesondere für Konzerne sind starre Strukturen und fehlenden Innovationen häufig ein Problem.

Durch den Austausch mit Freelancern oder Startups innerhalb der Community an einem Coworking Standort können große Unternehmen inspiriert werden. Dies können Wissen zu Arbeitsweisen, Technologien, Tools oder sonstigen Trends der Arbeitswelt sein. Zusätzlich können große Unternehmen natürlich auch versuchen, eine junge, innovative Zielgruppe des Arbeitsmarktes anzusprechen. Im besten Fall kann man so im harten Konkurrenzkampf um junge Talente diese für das Unternehmen als Angestellte gewinnen.

Ähnliches gilt für Freelancer: insbesondere in kleinen, familiären Coworking Spaces werden häufig Jobs unter den Anwesenden im Open Space vermittelt. Aber auch im größeren Büros mit vielen Unternehmen ist der Austausch mit potentiellen Kunden einfach. So kann durch ein Gespräch in der Küche aus einem Coworker ein Kunde werden und sich ein spannendes Projekt entwickeln.

Für Startups ist Coworking günstiger

Bei all den Vorteilen mag man denken, dass die Kosten fast zwangsläufig ein Nachteil sein müssen. Aber auch das ist nicht richtig. Wir haben alle Kosten aufgestellt und durchgerechnet, ob Coworking oder ein traditionelles Büro günstiger ist. 

Insbesondere bei wenigen Plätzen ist Coworking noch billiger. Bis zu 5 Mitarbeiter oder Arbeitsplätzen ist ein eigenes Büro teurer. Ab einer größeren Anzahl an Arbeitsplätzen, ist es aus Kostensicht günstiger ein Büro zu mieten. 

Gibt es Privatsphäre?

Vor allem bei Interessenten aus größeren Unternehmen besteht ein Verdacht: durch Open Space und dem verstärkten Austausch mit den Coworkern kann es gar keine Privatsphäre geben. Insbesondere größere und eingesessene Unternehmen arbeiten mit sensiblen Daten und möchten diese nicht gefährden.

In klassischen oder sehr kleinen Coworking Spaces kann dies auch absolut der Fall sein. Hier gibt es häufig fast nur Open Space. Coworking heißt aber nicht, dass zwangsläufig alle Arbeitsplätze im Open Space sind. Hybride Coworking-Anbieter haben genau diesen Wunsch nach einem Rückzugsort aufgenommen. Viele Spaces bieten mittlerweile private Büros an.

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Viele Coworking Spaces bieten abschließbare Büros an, welche die Privatsphäre der Mieter garantieren

So kann nicht jeder Coworker auf euren Bildschirm gucken. Auch die Notizen oder Ausdrucke auf dem Schreibtisch sind nicht für jeden einsehbar. Ihr könnt tagsüber die Tür eures Büros schließen und laut über sensible Themen diskutieren. Außerdem kann man abends das Büro abschließen, so dass Laptop, Ordner und sämtliche Utensilien sicher sind.

Aber auch ohne private Büros gibt es in vielen Spaces Rückzugsorte. Zum einen sind es die kleine Telefonkabinen, damit nicht jedes Telefonat öffentlich ist und zum anderen sind das Ruheräume oder Arbeitsplätze in Nischen, die konzentriertes Arbeiten erlauben. Auch im Großraum eines Coworking Spaces ist ruhiges Arbeiten und Privatsphäre absolut möglich.

Fazit

Coworking hat viele interessante Dimensionen und Vorteile gegenüber konventionellen Büros. Natürlich bewertet jeder Freelancer und jedes Unternehmen die einzelnen Punkte unterschiedlich. Insbesondere für Gründer und Startups sind Coworking Spaces sicherlich sehr attraktiv. Unterschreiben, einziehen, arbeiten. Wenn die Kosten aber ab einem gewissen Punkt wichtig sind, mag ein eigenes Büro Kostenvorteile haben. Wer aber nach Inspiration und Innovation sucht, findet vielleicht in Coworking Spaces das richtige Umfeld, um am Puls der Zeit zu bleiben. Wichtig ist es, sich selber darüber Gedanken zu machen, was für die persönliche Arbeit oder das Unternehmen ein hohe Priorität hat. Wenn ihr dann entschieden habt, dass Coworking eine Option für euch ist, helfen wir euch gerne bei der Suche. Im besten Fall finden wir mit euch zwei bis drei passende Spaces in eurer Stadt und koordinieren Besichtigungstermine. So habt ihr am Ende mehrere Optionen und könnt die beste Wahl treffen.

Ihr wollt noch mehr Informationen haben? Hier findet ihr unsere Übersicht.