Mitarbeitermotivation ist eine der wichtigsten Stellschrauben für den Erfolg eurer Firma. Laut einer weltweiten Studie sind lediglich 13% der Mitarbeiter richtig bei der Sache beim Ausführen ihres Jobs.

Dabei wollen doch alle Arbeitgeber Mitarbeiter die sagen: „ich liebe meinen Job, ich vertraue meinem Chef, lass uns die Welt verändern!“

Die Sache ist:

Ohne motivierte Mitarbeiter kann die Firmenidee noch so gut, das Produkt noch so gefragt sein – langfristig wird sich der Erfolg gar nicht oder nur schleppend einstellen. Denn eure Mitarbeiter sind die, die eure Ideen umsetzen und weiterentwickeln.

Das funktioniert aber nur in einem Firmenklima, in dem Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen, möglichst vor Ideen nur so sprudeln und sich so mit der Firma identifizieren, dass sie alles tun würden, um zu deren Fortkommen beizutragen.

Das wirkt sich unmittelbar auf den wirtschaftlichen Erfolg der Firma aus, denn produktive Mitarbeiter sorgen für mehr Umsatz.

Aber wie sorgt man dafür, dass über Jahre hinweg Mitarbeiter motiviert und gerne für die Firma arbeiten?

Der folgende Artikel zeigt euch, wie das geht und was ihr tun könnt, wenn ihr merkt, dass eure Mitarbeiter nicht motiviert genug bei der Sache sind.

Dabei gibt er auch ganz konkrete Tipps, die ihr schnell und problemlos im Firmenalltag umsetzen könnt.

Warum Mitarbeitermotivation so wichtig ist

Mitarbeitermotivation hat entscheidende Auswirkungen auf den Erfolg einer Firma und sorgt messbar für höheren Umsatz.

Im Umkehrschluss fährt eine Firma mit unmotivierten Mitarbeitern schnell Verluste ein.

Laut dem Gallup Engagement Index verliert die Wirtschaft jährlich 99 Milliarden Euro Umsatz dadurch, dass Firmen die Mitarbeitermotivation nicht als relevant erachten.

Woran liegt das?

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens.

Ein Mitarbeiter, der unmotiviert ist und seinen Dienst streng nach Vorschrift verrichtet, wird selten zu Überstunden bereit sein, auf seinen pünktlichen Feierabend achten und inhaltlich nur das leisten, was er unbedingt muss.

Ein motivierter Mitarbeiter, der für die Sache brennt, bleibt auch gerne länger, bringt eigene Ideen ein und arbeitet schneller und effizienter.

Auch die Identifikation eines Mitarbeiters mit der Firma bringt der Firma wirtschaftliche Vorteile.

Jemand, der sich mit der Firma identifiziert, wird eigene Ideen gerne zum Vorteil des Unternehmens einbringen.

Arten der Mitarbeitermotivation

Mitarbeiter, die voller Elan zur Arbeit kommen, sind nicht selbstverständlich.

Freude an der Arbeit und starke Identifikation mit der Firma entstehen nicht von selbst. Sie müssen kontinuierlich entwickelt werden.

Nur so erhält sich auch in stressigen Zeiten und über Jahre hinweg die Motivation.

Deshalb ist es für Führungskräfte wichtig, die Grundlagen der Motivation zu kennen und regelmäßig anzuwenden.

Grundsätzlich können wir zwischen Arten der Mitarbeitermotivation unterscheiden:

Extrinsische Motivation

Als extrinsische Motivation gelten äußere Anreize, die dafür sorgen, dass der Mitarbeiter mehr Motivation erfährt.

Hierzu zählen nicht nur positive, sondern auch negative Anreize.

Ein klassisches Beispiel für einen positiven Anreiz ist das Gehalt bzw. eine Gehaltserhöhung.

Aber auch andere materielle Anreize wie Geschenke, Boni etc. zählen zur extrinsischen Motivation.

Zu den negativen Anreizen gehören zum Beispiel die Abmahnung oder die Drohung mit der Kündigung eines Mitarbeiters.

Da Mitarbeiter in der Regel finanziell auf die Arbeit angewiesen sind, werden sie durch die drohende Kündigung motiviert, negative Verhaltensweisen zu unterdrücken.

Intrinsische Motivation

Intrinsische Motivation kommt von innen.

Hat ein Mitarbeiter Spaß an der Arbeit, erkennt seine Arbeit als sinnvoll oder als tägliche Herausforderung, dann ist er intrinsisch motiviert.

Die intrinsische Motivation ist enorm wichtig, da die Möglichkeiten der extrinsischen Motivation begrenzt sind – ein besseres Gehalt ohne Spaß an der Arbeit wird nur kurzfristig wirken.

Laut einer Studie der ManpowerGroup ist ein spannender, aber stressfreier Job für 77% der Deutschen wichtiger als Geld.

Hilft also ein Vorgesetzter die intrinsische Motivation zu fördern, indem er für Spaß an der Arbeit und Herausforderung sorgt, wird dies langfristig wirken.

Insgesamt betrachtet sollte am Arbeitsplatz eine gute Mischung aus extrinsischer und intrinsischer Motivation gegeben sein.

Ein Vorgesetzter sollte also dafür sorgen, dass der Mitarbeiter mit äußeren Faktoren wie Gehalt und Extraleistungen zufrieden sein kann, aber auch durch Herausforderung und Spaß an der Arbeit am Ball bleibt.

Demotivation – wovon ihr die Finger lassen solltet

Es gibt immer noch Arbeitgeber, die annehmen, dass durch möglichst viel Druck und die regelmäßige Androhung des Jobverlustes eine dauerhafte negative Motivation erzeugt wird, die Mitarbeiter zur Höchstleistung anspornt.

Tatsächlich sind die genannten Beispiele Faktoren einer negativen extrinischen Motivation.

Aber Vorsicht! Lasst von solchen Maßnahmen lieber die Finger.

Ein Arbeitnehmer, der dauerhaft unter Druck gesetzt wird, wird aus Angst um seinen Job sicher erst einmal tun, was ihr von ihm verlangt.

Motiviert an die Arbeit gehen wird er aber ganz sicher nicht.

Angst ist ein Motivations- und vor allem Kraftkiller und sorgt langfristig für eine klare Verlangsamung der Arbeitsleitung.

Außerdem wird ein Mitarbeiter, der so behandelt wird, mit halbem Kopf auf der Suche nach einem neuen Job sein.

Die wichtigsten Tipps zur Mitarbeitermotivation

Für die Mitarbeitermotivation reicht es nicht, gelegentlich über extrinsische Motivation in Form von Gehaltserhöhungen oder über den ein oder anderen Spaßfaktor am Arbeitsplatz zur Erhöhung der intrinsischen Motivation nachzudenken.

Es muss ein Gesamtkonzept her, das fest in der Firmenkultur verankert ist. Nur so wird langfristig die Motivation aller Mitarbeiter erhalten bleiben.

Das Konzept zur Mitarbeitermotivation sollte dabei klar an den einzelnen Mitarbeitern ausgerichtet sein.

Wichtig ist auch, dass ihr als Führungskräfte die von euch etablierte Unternehmenskultur nicht nur kommuniziert, sondern auch lebt.

Nur so registrieren die Mitarbeiter, dass diese Kultur für alle Beteiligten ein relevanter Faktor ist.

Das Konzept zur Motivation sollte also ausgewogen sein, alle Mitarbeiter ansprechen und als Gesamtkonzept zur Identifikation mit dem Arbeitsplatz führen.

Im folgenden findet ihr die wichtigsten Tipps, die ihr in euer Motivationskonzept integrieren könnt.

1. Stellt eine gute Arbeitsatmosphäre her

Die Herstellung eines guten Arbeitsklimas ist ein besonders relevanter Faktor der Mitarbeitermotivation.

46 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sagen, ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten wirke sich positiv auf ihre Moral aus.

Kaum jemand möchte in einem schlechten Klima arbeiten. Für 86 Prozent aller Arbeitnehmer ist ein schlechtes Arbeitsklima ein klarer Kündigungsgrund.

Deswegen verpuffen viele andere Maßnahmen der Motivation regelmäßig, wenn das Klima nicht stimmt.

Wichtig ist, dass ihr innerhalb der Firma eine Kommunikationskultur aufstellt, die Respekt untereinander fördert.

2. Lobt eure Mitarbeiter regelmäßig, aber ehrlich

Lob ist ein wichtiger Motivationsfaktor.

Ein Mitarbeiter, der in einem Projekt gute Leistungen erbracht hat, möchte dafür eine Rückmeldung erhalten.

Wichtig ist allerdings, das Lob nicht inflationär einzusetzen, sondern ehrlich und nur bei Leistungen, die auch ein Lob verdient haben. Ansonsten können Mitarbeiter das Lob nicht mehr ernst nehmen und es verliert an Bedeutung.

Aber auch Kritik sollte offen und sachlich kommuniziert werden.

Sie ist ein wichtiger Schritt zur Leistungsverbesserung. Schließlich können wir uns alle nur verbessern, wenn wir unsere Schwächen kennen.

3. Lasst eure Mitarbeiter autonom arbeiten

Zu eng vorgegebene Rahmen bei der Arbeit sind ein echter Motivationskiller.

Eigenständigkeit ist ein wichtiger Faktor zur Stärkung der intrinsischen Motivation.

Sorgt daher dafür, dass eure Mitarbeiter möglichst eigenständig arbeiten können.

Geeignete Maßnahmen fürs autonomere Arbeiten sind auch Kleinigkeiten wie eine freie Einteilung der Arbeitsorganisation oder eigene Gestaltung des Arbeitsplatzes.

4. Sorgt für eine gut Büroausstattung

Insbesondere für jüngere Generationen sind Büros im „Stromberg-Style“ ein Dorn im Auge.

So hat jeder Zehnten aus der Generation Y angegeben, dass schlechtes Büro-Design schon einmal ein Kündigungsgrund war.

Schöne Räume mit guter Aufteilung, freundliche Farben, moderne Möbel, Pflanzen – all das steigert die Motivation und wird zunehmend wichtiger.

Webseite CoworkingGuide

Coworking Space als Alternative

Eine super Alternative bieten an dieser Stelle auch modern ausgestattete Coworking Spaces.

Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen um das Vielfache produktiver und motivierter sind, wenn sie in einem Coworking Space arbeiten.

Und auch die Netzwerkmöglichkeiten, die ein Coworking Space anbietet, sind nicht zu vernachlässigen. Oft ergeben sich daraus nützliche Geschäftskontakte.

Auf CoworkingGuide findet ihr eine Auswahl von über 300 Coworking Spaces aus ganz Deutschland. Schaut mal rein!

5. Sorgt für genügend Pausen

Pausen sind wichtig für die Motivation, denn wer überfordert ist, kann nicht motiviert arbeiten. Sorgt daher für klare Pausenregelungen, die auch eingehalten werden!

Wichtig für die Motivation sind auch Räumlichkeiten, in denen die Pause gemütlich verbracht werden kann. Schöne Pausenräume freuen eure Mitarbeiter.

Vielleicht habt ihr ja auch die Möglichkeit, einen kleinen Trainingsraum einzurichten – sportliche Mitarbeiter werden es euch danken, wenn sie in den Pausen auch einmal aktiv sein dürfen.

6. Bezahlt leistungsgerechte Gehälter

Verschiedene Studien belegen, dass ein leistungsgerechtes Gehalt nur eine geringe Wirkung auf die Motivation hat.Es wird als Entlohnung für die geleistet Arbeit (schließlich kommt es erst am Ende und nicht am Anfang des Monats) und als selbstverständlich wahrgenommen.

Problematisch wird es erst, wenn der Mitarbeiter sein Gehalt für zu niedrig hält. Dies führt schnell zu Frust und Demotivation. Arbeit nach Vorschrift ist die Folge.

Sorgt also dafür, dass in euren Unternehmen Leistungen gerecht und nachvollziehbar entlohnt werden.

7. Ermöglicht euren Mitarbeitern Weiterbildung und Karriereschritte

Das eigene Fortkommen ist für die meisten Mitarbeiter die Messlatte dafür, ob sie im Job anerkannt sind.

Karriereschritte sind zwar nicht immer möglich, aber die Übertragung besonderer Aufgaben oder Funktionen ist ebenso eine Anerkennung.

Auch Weiterbildungsmaßnahmen motivieren Mitarbeiter, da sie an dem Angebot solcher Maßnahmen die Wertschätzung erkennen und Lernen an sich ein Motivationsfaktor ist.

8. Plant gemeinsame Aktivitäten

Gemeinsame Aktivitäten mit den Mitarbeitern stärken die Identifikation mit der Firma.

Sie sorgen oft für einen stärkeren Zusammenhalt zwischen den Mitarbeitern und können zum guten Arbeitsklima beitragen.

Plant daher regelmäßig kleinere Ausflüge, Theaterabende oder Betriebsfeiern.

9. Ermöglicht den Mitarbeitern Sport und Freizeitaktivitäten

Sport oder andere Freizeitaktivitäten, die Mitarbeitern Freude machen, sorgen für eine Steigerung der Motivation.

Ermöglicht den Arbeitnehmern daher eine vergünstigte Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder die Teilnahme an Fitness- und Gesundheitskursen.

10. Sorgt für gesundes und gutes Essen

Gesundes und gutes Essen sorgen für einen gesunden Körper und einen wachen Geist.

Fast Food und Süßigkeiten haben hingegen langfristig einen negative Auswirkung die die Gesundheit.

Sorgt also dafür, dass den Mitarbeitern gesunde Snacks oder eine Kantine mit gesundem Essen zur Verfügung stehen.

Stellt zudem ausreichend trinkbares Wasser kostenlos zur Verfügung. Dieses steigert bekanntlich die Leistungsfähigkeit.

11. Ermöglicht flexible Arbeitszeiten

Die meisten Mitarbeiter müssen Familie oder Partner mit der Arbeit unter einen Hut bringen.

Stören die Arbeitszeiten das Familienleben, ist dies ein Motivationsräuber.

Bietet daher wenn möglich Gleitzeit, flexible Arbeitszeiten oder Tage im Homeoffice an.

Und auch die Möglichkeit einer 4-Tage-Woche fördert die Motivation.

Fazit: Mitarbeitermotivation ist wichtig

Wie der Artikel euch gezeigt hat, ist die Motivation eurer Mitarbeiter einer der wichtigsten Faktoren fürs Gelingen eures Unternehmens.

Motivierte Mitarbeiter zahlen sich in barer Münze aus, weil sie mit Elan und Freude bei der Arbeit sind.

Sie sorgen dafür, dass euer Unternehmen langfristig am Märkt bestehen kann.

Mit welchen Maßnahmen ihr für langfristige Motivation sorgen könnt, wurde ebenfalls gezeigt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Umsetzen unserer Tipps!

Szymon Wilkosz

Autor: Szymon Wilkosz

Szymon ist der Gründer von CoworkingGuide. 

Er ist seit mittlerweile 10 Jahren Führungskraft und hat dabei bei verschiedenen Unternehmen Teams aufgebaut und geleitet. 

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